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SBB-Bahnsystem

Die Schweizerischen Bundesbahnen betreiben eines der pünktlichsten und dichtesten Bahnnetze der Welt und verbinden praktisch jede Stadt, jedes größere Dorf und viele kleinere Orte im Land. Zum Netz gehören InterCity- und InterRegio-Züge für längere Distanzen, S-Bahnen für Ballungsräume sowie RegioExpress-Verbindungen. Die Züge verkehren in der Regel ab etwa 5 Uhr morgens bis Mitternacht, am Wochenende mit reduziertem Nachtangebot.

Die SBB-Mobile-App ist für den Alltag in der Schweiz nahezu unverzichtbar. Sie zeigt Echtzeit-Fahrpläne, Gleisangaben und Verspätungen und ermöglicht den Ticketkauf direkt auf dem Smartphone. Die App integriert den gesamten öffentlichen Verkehr, also auch Busse, Trams und Schiffe, sodass Tür-zu-Tür-Verbindungen einfach planbar sind. Gekaufte Billette werden digital gespeichert und können per QR-Code kontrolliert werden.

Billette der 1. Klasse bieten breitere Sitze, mehr Beinfreiheit, ruhigere Wagen und oft Business-Zonen mit Steckdosen und Arbeitsplätzen. Die 2. Klasse ist für die meisten Fahrten völlig ausreichend und komfortabel. Sparbillette, die über die SBB-App erhältlich sind, bieten bei frühzeitiger Buchung Rabatte von bis zu 70 Prozent auf bestimmte Verbindungen. Sie sind jedoch zuggebunden und nicht erstattbar.

Tipps
  • 1.Installieren Sie die SBB-Mobile-App direkt nach Ihrer Ankunft. Sie ist das wichtigste Werkzeug für die Mobilität in der Schweiz.
  • 2.Buchen Sie Sparbillette 30 bis 60 Tage im Voraus, um auf beliebten Strecken die größten Rabatte zu erhalten.

GA und Halbtax

Das Generalabonnement ist der umfassendste Reisepass für die Schweiz. Es ermöglicht unbeschränktes Reisen auf fast dem gesamten öffentlichen Verkehrsnetz, also auf SBB-Zügen, Postautos, städtischen Bussen und Trams sowie vielen Schiffen und Bergbahnen. Es lohnt sich besonders für Personen, die regelmäßig zwischen größeren Städten pendeln oder täglich längere Strecken zurücklegen.

Das Halbtax ist das beliebteste ÖV-Abonnement der Schweiz. Für einen vergleichsweise geringen Jahresbetrag erhalten Sie in der Regel 50 Prozent Rabatt auf fast alle Billette des öffentlichen Verkehrs, einschließlich Bahn, Bus, Tram, Schiff und vieler Bergbahnen. Für die meisten Einwohner amortisiert es sich schon nach wenigen interurbanen Hin- und Rückfahrten.

Beide Produkte werden auf dem SwissPass hinterlegt, einer persönlichen Karte, die als universeller Zugangsausweis für viele Mobilitätsangebote dient. Auf demselben SwissPass können auch regionale Zonenabos, Skipässe oder Museumsangebote gespeichert werden. Den SwissPass erhalten Sie in einem SBB-Reisezentrum oder online.

Tipps
  • 1.Wenn Sie täglich pendeln, vergleichen Sie die Kosten eines GA mit einem regionalen Jahresabo für Ihre konkrete Strecke. Bei längeren oder flexiblen Pendelwegen ist das GA oft attraktiver.
  • 2.Das Halbtax rechnet sich schon nach relativ wenigen Fahrten zum Vollpreis. Für viele Haushalte ist es praktisch immer sinnvoll.

Öffentlicher Verkehr in grossen Städten

Schweizer Städte verfügen über sehr leistungsfähige lokale Verkehrsnetze, die von regionalen Verkehrsverbünden betrieben werden. In Zürich umfasst das ZVV-System Trams, Busse, S-Bahn und Schiffe mit einem zonenbasierten Tarifsystem. In Genf, Basel und Bern existieren ähnlich gut ausgebaute städtische Netze. Billette können an Automaten, über Apps oder über den SwissPass erworben werden.

In den meisten Städten gilt das Prinzip der Selbstkontrolle: Sie müssen vor dem Einsteigen im Besitz eines gültigen Tickets sein. Kontrollen finden häufig statt, und das Fahren ohne gültigen Fahrausweis ist teuer. Achten Sie daher darauf, dass Ihr Ticket entwertet ist oder Ihr Zonenabo die tatsächlich befahrene Strecke abdeckt.

Der Stadtverkehr fährt werktags meist von frühmorgens bis gegen Mitternacht. In größeren Städten gibt es an Freitag- und Samstagabenden zusätzliche Nachtangebote. Elektronische Anzeigetafeln und Apps mit Echtzeitdaten machen die Orientierung sehr einfach.

Tipps
  • 1.In Zürich bedienen die Tramlinien 6 und 7 besonders viele attraktive Abschnitte durch Altstadt und Seeufer.
  • 2.Viele Hotels stellen für die Dauer des Aufenthalts kostenlose lokale ÖV-Karten zur Verfügung. Fragen Sie direkt beim Check-in danach.

Radfahren und Bikesharing

Velofahren wird in Schweizer Städten immer beliebter. Das Netz aus Radstreifen, Velorouten und Sharing-Angeboten wird kontinuierlich ausgebaut. PubliBike ist die bekannteste Sharing-Plattform und bietet in vielen Städten klassische Fahrräder und E-Bikes zur Kurzzeitmiete an.

Für das eigene Velo gibt es an vielen Bahnhöfen sichere Velostationen, in denen Fahrräder gegen eine kleine Gebühr abgestellt werden können. Die SBB erlaubt die Mitnahme von Velos mit entsprechendem Velobillett. E-Bikes sind in der Schweiz besonders verbreitet, und dank der guten Infrastruktur sind auch längere Touren gut machbar. Veloland Schweiz bietet dafür detaillierte Routeninformationen.

Zur Schweizer Veloinfrastruktur gehören gut markierte nationale Routen, innerstädtische Velowege und in einigen Städten sogar velofreundliche Schnellverbindungen. Für normale Fahrräder ist der Helm empfohlen, aber nicht vorgeschrieben. Für schnellere E-Bikes gelten zusätzliche Pflichten wie Helm, Kontrollschild und Versicherung.

Tipps
  • 1.Registrieren Sie sich früh bei PubliBike und kombinieren Sie es mit dem öffentlichen Verkehr für flexible multimodale Wege.
  • 2.Prüfen Sie die Website Ihrer Gemeinde auf Förderprogramme für E-Bikes. Viele Orte unterstützen den Kauf mit Zuschüssen.

Taxi- und Fahrdienste

Taxis in der Schweiz sind reguliert und fahren mit Taxameter. Die Grundtarife variieren je nach Stadt, beginnen aber meist bei mehreren Franken zuzüglich eines Kilometerpreises. Eine typische Stadtfahrt kostet oft zwischen CHF 20 und CHF 40, Flughafentransfers deutlich mehr. Taxis können auf der Straße angehalten, an offiziellen Standplätzen genommen oder per Telefon und App bestellt werden.

Uber ist in mehreren größeren Städten verfügbar und liegt preislich häufig auf dem Niveau klassischer Taxis oder leicht darunter. Daneben gibt es lokale Taxi-Apps und Vermittlungsdienste. In der Regel werden Bargeld, Karten und TWINT akzeptiert.

Für Flughafentransfers ist eine Vorabreservierung oft günstiger als ein spontan genommenes Taxi. Gleichzeitig sind die Bahn- und Busverbindungen zu den großen Flughäfen der Schweiz hervorragend und meistens deutlich preiswerter.

Flughafentransfers und Verbindungen

Die drei wichtigsten internationalen Flughäfen der Schweiz sind Zürich, Genf und der EuroAirport Basel. Alle sind sehr gut an das Schweizer Bahnnetz angeschlossen. Der Flughafen Zürich verfügt sogar über einen eigenen SBB-Bahnhof mit direkten Verbindungen in viele große Städte.

Auch der Flughafen Genf ist direkt per Bahn an das nationale Netz angebunden. Der EuroAirport Basel wird per Bus mit dem Bahnhof Basel SBB verbunden. Auf allen diesen Verbindungen gelten normale SBB-Billette, Halbtax-Rabatte und das GA, sodass der öffentliche Verkehr meist die wirtschaftlichste Transferlösung ist.

Für sehr frühe oder späte Flüge, wenn das Bahnangebot eingeschränkt ist, stehen Taxis, Shuttles und Hoteltransfers zur Verfügung. An allen großen Flughäfen finden Sie zudem die üblichen Mietwagenanbieter. Wer zum ersten Mal ankommt, kann sich am SBB-Schalter direkt zu Tickets und zum SwissPass beraten lassen.

Tipps
  • 1.Kaufen Sie Ihr erstes Bahnticket am SBB-Schalter in der Ankunftshalle, wenn Sie Beratung zu den besten Optionen brauchen.
  • 2.Wenn Sie bereits ein Halbtax haben, kaufen Sie das Ticket am besten vor der Landung in der SBB-App, um Zeit zu sparen.